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Was eine Unternehmenspressemitteilung enthalten muss: Ein praktischer Leitfaden

Ein praktischer Leitfaden, um die Informationen in einer Pressemitteilung zu strukturieren, die Nachricht hervorzuheben und zu vermeiden, dass der Text wie eine Werbeanzeige wirkt.

Was eine Unternehmenspressemitteilung enthalten muss: Ein praktischer Leitfaden

Was eine Unternehmenspressemitteilung enthalten muss

Eine Pressemitteilung dient dazu, einen konkreten Sachverhalt zu kommunizieren, der für ein Publikum relevant sein könnte: den Start einer Initiative, eine Firmenveranstaltung, einen Bericht, eine Partnerschaft, eine bedeutende Änderung oder eine Neuheit mit Auswirkungen über das eigene Unternehmen hinaus.

Der Schlüssel liegt nicht darin, allgemein über das Unternehmen zu sprechen, sondern zu erklären, was passiert ist, wen es betrifft und warum es Aufmerksamkeit verdient. Eine effektive Mitteilung ermöglicht es einem Journalisten, einem potenziellen Kunden oder jedem Leser, die Nachricht in wenigen Sekunden zu verstehen.

Daher muss der Inhalt einer Pressemitteilung verifizierbare Informationen gegenüber Werbeslogans priorisieren. Sie sollte eine klare Schlagzeile, eine einleitende Zusammenfassung, strukturierte Details, bei Bedarf Kontext und einen Kontaktweg für weitere Informationen enthalten.

Die wesentlichen Bestandteile einer Pressemitteilung

Die Struktur einer Pressemitteilung kann an das Thema angepasst werden, enthält aber üblicherweise diese Blöcke:

1. Kennzeichnung des Unternehmens oder der Organisation, die die Informationen herausgibt.

2. Schlagzeile und, nur wenn es zum Verständnis beiträgt, Unterzeile.

3. Einleitung mit der Zusammenfassung der Nachricht.

4. Textkörper der Mitteilung mit Daten, Kontext und Ausführungen.

5. Aussagen eines Sprechers, wenn sie einen Mehrwert bieten.

6. Kurze Unternehmensinformationen am Ende.

7. Kontaktdaten für die Presse oder professionelle Anfragen.

Nicht alle Elemente haben das gleiche Gewicht. Die Nachricht muss oben stehen; die Unternehmensvorstellung und sekundäre Details gehören ans Ende.

Schlagzeile: Die Hauptsache klar zum Ausdruck bringen

Die Schlagzeile beantwortet direkt die Frage: „Was ist die Nachricht?“. Es ist ratsam, die Aktion, Neuheit oder das relevante Ergebnis zu benennen, ohne auf Werbesprüche zurückzugreifen.

Eine gute Schlagzeile muss nicht behaupten, dass etwas „revolutionär“, „führend“ oder „einzigartig“ ist, wenn dies nicht bewiesen werden kann. Es ist hilfreicher, die Informationen zu konkretisieren: welche Entität beteiligt ist, was passiert und, falls relevant, wo oder in welchem Umfang.

Bevor Sie mit dem Text fortfahren, prüfen Sie, ob eine Person außerhalb des Unternehmens die Schlagzeile ohne zusätzlichen Kontext verstehen kann. Wenn sie wie ein Kampagnenmotto klingt, muss sie überarbeitet werden.

Einleitung: Die Nachricht zusammenfassen

Die Einleitung ist der erste Absatz. Sie sollte die Schlagzeile erweitern und die wesentlichen Daten bündeln: Was ist passiert, wer ist beteiligt, wann geschieht es, wo findet es statt und warum ist es relevant? Es ist nicht immer notwendig, alle diese Fragen zu beantworten, aber die, die ein präzises Verständnis des Sachverhalts ermöglichen.

Vermeiden Sie es, die Schlagzeile wörtlich zu wiederholen. Fügen Sie stattdessen Daten hinzu, die die Informationen vervollständigen. Wenn die Schlagzeile beispielsweise eine Initiative ankündigt, kann die Einleitung verdeutlichen, an welches Publikum sie sich richtet, in welchem Kontext sie präsentiert wird oder was ihr konkretes Ziel ist.

Die Einleitung ist nicht der Ort, um die gesamte Historie des Unternehmens zu erläutern oder Eigenschaften eines Produkts oder einer Dienstleistung aufzuzählen. Ihre Funktion ist es, den Leser schnell zu orientieren.

Textkörper der Mitteilung: Die Informationen entwickeln

Der Textkörper der Mitteilung entwickelt das Thema in einer Reihenfolge der Wichtigkeit: zuerst das Unverzichtbare; danach die Hintergründe, Auswirkungen, Merkmale und nächsten Schritte.

Fügen Sie konkrete Daten hinzu, sofern diese bestätigt und verständlich sind. Dies können Daten, Orte, Teilnehmer, Reichweite einer Ausschreibung, Zugangsbedingungen zu einer Veranstaltung oder verifizierbare Aspekte einer Initiative sein. Wenn eine Zahl, ein Vergleich oder ein Ergebnis erwähnt wird, muss dies durch eine verfügbare Quelle oder Dokumentation belegbar sein.

Kurze Absätze erleichtern das Lesen. Es hilft auch, wenn jeder Absatz eine klare Funktion hat: die Ankündigung erklären, Kontext bieten, darlegen, wie es das Publikum betrifft, oder angeben, was als Nächstes passiert.

Eine gute Regel ist es, sich zu fragen, ob jeder Absatz hilft, die Nachricht zu verstehen. Wenn er nur wiederholt, dass das Unternehmen Qualität, Innovation oder Engagement bietet, ist er wahrscheinlich überflüssig oder sollte in eine beweisbare Tatsache übersetzt werden.

Aussagen und Zitate: Wann sie einzubauen sind

Aussagen sind nicht obligatorisch. Ein Zitat ist sinnvoll, wenn ein Sprecher die Nachricht interpretieren, eine Entscheidung erklären oder eine Perspektive einbringen kann, die aus den Daten nicht klar hervorgeht.

Identifizieren Sie die Person immer mit Namen und Funktion, wenn diese Aussage relevant ist. Das Zitat sollte natürlich klingen und Inhalt hinzufügen; es ist nicht ratsam, es zu verwenden, um die Schlagzeile zu wiederholen oder prätentiöse Behauptungen einzufügen.

Wenn es keinen konkreten Beitrag gibt, der dem Sprecher zugeschrieben werden kann, ist es vorzuziehen, auf das Zitat zu verzichten. Eine kurze und präzise Mitteilung ist nützlicher als ein langer Text mit generischen Aussagen.

Unternehmensinformationen und Kontaktdaten

Am Ende der Mitteilung empfiehlt es sich, eine kurze, objektive Vorstellung des Unternehmens einzufügen, auch bekannt als Boilerplate. Dieser Abschnitt kann erklären, was die Organisation tut, was ihr Kerngeschäft ist und welche Unternehmensdaten zur Einordnung helfen, ohne den Schluss in eine Werbebroschüre zu verwandeln.

Fügen Sie danach eine Person oder einen professionellen Kontaktkanal hinzu. Mindestens sollte Folgendes enthalten sein:

  • Name und Funktion der Kontaktperson.
  • Professionelle E-Mail-Adresse.
  • Telefonnummer oder anderer geeigneter Kanal für Anfragen.
  • Website oder Seite mit ergänzenden Informationen, falls relevant.

Überprüfen Sie diese Daten mit besonderer Sorgfalt. Eine gut geschriebene Mitteilung verliert an Nutzen, wenn ein Medium ein Detail nicht bestätigen oder zusätzliches Material nicht anfordern kann.

Optionale Elemente: Bilder, Links und Dokumente

Bilder, Links und unterstützende Dokumente können eine Pressemitteilung verbessern, ersetzen aber keine klare Nachricht. Fügen Sie diese nur hinzu, wenn sie dazu beitragen, die Informationen zu verstehen, zu veranschaulichen oder zu verifizieren.

Ein Foto kann nützlich sein für eine Veranstaltung, eine Präsentation oder eine Sprecherperson. Ein Dokument kann den Bericht, das Programm oder das technische Material beisteuern, auf das sich die Mitteilung bezieht. Stellen Sie in allen Fällen sicher, dass das Material zum Inhalt passt, korrekt gekennzeichnet ist und über die notwendige Nutzungsgenehmigung verfügt.

Links sollten eine konkrete Funktion haben. Auf eine Seite mit Veranstaltungsdetails, einer zitierten Quelle oder erweiterten Informationen zu verweisen, kann praktisch sein. Die Anhäufung kommerzieller Links oder Dokumente, ohne deren Nutzen zu erklären, lenkt von der Hauptbotschaft ab.

Welche Informationen überflüssig sind und welche Fehler vermieden werden sollten

Der häufigste Fehler ist es, die Pressemitteilung mit einer Anzeige zu verwechseln. Ein Unternehmen kann kommerzielle Ziele haben, aber der Text muss in erster Linie nützliche und überprüfbare Informationen bieten.

Es ist ratsam zu eliminieren:

  • Werbeadjektive ohne Beleg wie „unübertrefflich“ oder „revolutionär“.
  • Vage Phrasen, die nicht erklären, was sich geändert hat oder warum es wichtig ist.
  • Wiederholungen des Firmennamens oder derselben kommerziellen Botschaft.
  • Ausführliche Hintergründe, bevor das Hauptereignis kommuniziert wird.
  • Zitate, die keine neuen Informationen liefern.
  • Listen von Produkten, Dienstleistungen oder Vorteilen, die keinen direkten Bezug zur Nachricht haben.

Überprüfen Sie auch Eigennamen, Funktionen, Daten, Orte, Zahlen und Kontaktdaten. Ein kleiner Tippfehler kann Verwirrung stiften; ein inkorrekter Datensatz beeinträchtigt die Glaubwürdigkeit des gesamten Inhalts.

Checkliste vor der Veröffentlichung der Mitteilung

Bevor Sie sie an ein Medium senden oder veröffentlichen, machen Sie eine letzte Durchsicht mit dieser Liste:

  • Gibt es einen klaren und aktuellen Nachrichtenwert?
  • Erklärt die Schlagzeile die Neuheit, ohne von Werbesprache abzuhängen?
  • Fasst die Einleitung die wesentlichen Informationen zusammen?
  • Beantwortet der Textkörper die Fragen, die der Leser haben könnte?
  • Sind Daten, Termine, Namen und Behauptungen überprüft?
  • Bieten die Aussagen echten Kontext und sind sie korrekt zugeordnet?
  • Sind Bilder, Links oder Dokumente relevant und gekennzeichnet?
  • Sind die Unternehmensinformationen kurz und objektiv?
  • Gibt es einen klaren Kontaktweg für weitere Informationen?

Mit dieser Überprüfung erhalten Sie eine Mitteilung, die leichter zu verstehen und zu bewerten ist. Wenn Sie bereits eine finale Version haben, können Sie diese für die Veröffentlichung auf PublicaGratis.es vorbereiten, wobei Sie darauf achten sollten, dass die Schlagzeile, der Text und die ergänzenden Materialien denselben informativen Ansatz beibehalten.

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